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 Rollfock oder nicht?

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pogo






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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 14:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« kwartton » hat folgendes geschrieben:


Der Kostenfaktor zieht nicht, da die Segel an (z.B.) 7/8 Riggs vor allem durch diverse Trimmassnahmen intensiver belastet werden und die Lebensdauer geringer ist. Stehendes Gut ist dort ebenfalls teurer in der Anschaffung und verschleisst ebenfalls erheblich schneller. Erforderliches Zeugs zum trimmen, setzen, usw. des Grossegels frisst einen von dir gedachten Kostenvorsprung auch längst wieder auf...Das ist somit alles eher Augenwischerei.



Das ist doch alles nur von dir erdacht.
Ich habe schon mehrere Riggs gebaut, beschlagstechnisch nach-oder umgerüstet, schon recht viele Segel verschliessen und gekauft. Meine Erfahrungen widersprechen jedenfalls deinem Wunschfakt.
Das ein gut getrimmtes , d. h. bei Starkwind flaches Segel, weniger belastet wird als ein bauchiges, sollte dir einleuchten. Dementsprechend verhält es sich mit dem vom Mast aufzunehmenden Lasten.
Wieso sollte das stehende Gut eines 7/8 Riggs teurer als das eines Toppriggs sein ? Die Drähte sind nicht dicker, sondern kürzer. Es ist also marginal umgekehrt.
Ich weiss auch gar nicht was Du dir zum Trimmen eines Großsegels alles an zusätzl. Beschlägen , teuren Beschlägen , erdenkst. Eine Achterstagtalje, ein Unterliekstrecker, ein Cunningham und ein Einleinen- Reffsystem sind auch bei Topptakelung Standard. Oder segelst Du immer noch mit "günstigem" Rollreffbaum ?

pogo

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Zuletzt bearbeitet von pogo am 29.07.2010, 15:22, insgesamt einmal bearbeitet
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kwartton




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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 14:19    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ja klar....niemand denkt so wie ich und Leute die topgetakelte Schiffe mit auch ansonsten soliden Konstruktionen für das Segeln auf hoher See wählen sind alles unbelehrbare Nichtswisser...wink
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Gruss, Gerrit
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pogo






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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 14:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« kwartton » hat folgendes geschrieben:
Ja klar....niemand denkt so wie ich und Leute die topgetakelte Schiffe mit auch ansonsten soliden Konstruktionen für das Segeln auf hoher See wählen sind alles unbelehrbare Nichtswisser...wink


Das hat nie jemand behauptet.
Ziehe das nicht mangels Argumenten in die Lächerlichkeit auf Grundschülerniveau. Bleib sachlich.

Bei vielen Seglern besteht in Sachen Takelung eine Wissenslücke (die auch hier gefüllt wird).
Viele können gut mit ihren "alten" Takelungen leben.
Den alten Wissenstand aber (die Topptakelung), weil auch quantitativ durch viele solcher Schiffe (noch) repräsentiert, als einzig richtig anzuerkennen, zu propagieren, geht an den technischen Fakten vorbei.

Zur Praxis
frage dich doch mal welches der unten abgebildeten Vorsegel Du besser und einfacher zum Stehen bekommst , welches Du lieber auf der Kreuz bedienen würdest (das gelbe Schiff fährt übrigens, nahzu auschliesslich, bis 7Bft eine ungereffte S-Fock, da brauchst Du nix zu machen).

pogo

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nixxe




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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 15:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

7/8 schiffe sind genauso starkwindtauglich, man kann im extremfall das groß komplett wegnehmen und unter fock alleine wunderbar absurfen - das macht JEDE X so, und die gehen wirklich bei starkem wind raus.

das ist ungefährlicher als die genua wegzurollen und mit groß alleine weiterzuhühnern.
ne strurmfock soll man erstmal über die rolle rüberkriegen - da muss man auch nach vorne, aber so richtig.

man muss fraktionalriggs eher reffen, was wiederum bedeutet, dass sie bei leichtwind mehr spaß machen.

ich hab gerade mein topp-rigg-boot verkauft, weil ich dieses riesengenua - getue nicht mag. alleine dichtholen unter last oder zick-zack-aufkreuzen.....
welche erleuchtung war da sie SW-Fock. die fenix hat keinerlei trimmgedödel, nur eine achterstagtalje und 2 bindereffs. baumniederholer/vorliekstrecker hat jedes boot.

klar, backstagen wären wieder ne andere geschichte, aber darum ging es ja nicht.
die skeg-geschichte mag sinnvoll sein - aber bevor ich mein ruderblatt trümmere, fängt der kiel die rockies auf.

jedem wie er mag, und wie es im revier sinnvoll erscheint.
ich würde sogar inner babywanne segeln gehen, wenn ich könnte.....
(natürlich mit folkerigg und jumpstagen...)

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kwartton




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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 16:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich habe gar nichts als einzig richtig propagiert. Vielleicht liest du meine Beiträge mal in aller Ruhe nochmal durch....

Persönlich (!) ist mir das Toprigg lieber, wie ich bereits geschrieben habe. Besonders gerne mit doppeltem Vorstag...Mit etwas Hirnschmalz ist dieses äusserst sicher und auch einfach und einhand selbst bei Sturm zu bedienen.

"Mode" wie du es beschrieben hast ist der richtige Ausdruck. Nur kennt die See keine Mode und verändert sich auch nicht. Und ihr sind wirtschaftliche Interessen auch total egal... Wink

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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 18:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Kwartton: Wir haben in Hamburg eine Reihe 7/8-getakelter Kwerttonner (oft mit H-Boot-Mast, da günstig und passend, aber nicht zwingend) und ich habe auf der Hanseboot nochmal mit Nehrig (dem Segelmacher) geschnackt, der früher selbst eine 725, aber mit anderem 7/8-Mast, hatte. Keiner hatte negative Erfahrungen mit dem Trimm bei Starkwind gemacht, auch keiner berichtete von höheren Kosten. Eher im Gegenteil: Durch die besseren Trimmmöglichkeiten des Mastes konnten Segel tendenziell sogar noch einen Tick länger ungerefft stehen.

Was brauchst du für zusätzliches Zeug für den Trimm? Der Traveller geht über das ganze Brückendeck, Fallwinschen hast du auf der 725 auch. Das Babystag kannst du dir sparen (und damit die beliebte Leckagestelle auch), Backstagen sind auch nicht unbedingt nötig. Falls du wirklich ein H-Boot-Rigg (oder vergeichbare Größe) nimmst, kommst du auch sehr günstig an gut erhaltene Gebrauchtsegel.

Ich habe meine 725 nur deshalb noch nicht umgerüstet, weil wir im Moment nicht zum Segeln kommen. Es ist aber die nächste gro0e Anschaffung, falls sich das wieder ändert.

Zur Kielkonstruktion: Zahlreiche der umgerüsteten 725er haben auch den tiefgehenden NACA-Kiel. Hier finde ich allerdings den Std-125-Kiel sehr angenehm - zumal die Form auch dafür sorgt, dass ein leichtes Auflaufen nicht gleich in der Krise endet. (Habe keine Erfahrungen mit dem NACA-Kiel.)
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pogo






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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 19:17    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« kwartton » hat folgendes geschrieben:


"Mode" wie du es beschrieben hast ist der richtige Ausdruck. Nur kennt die See keine Mode und verändert sich auch nicht. Und ihr sind wirtschaftliche Interessen auch total egal... Wink


Tja, das sagst Du was.
Dann fahre halt deine aufgund der vielen Vorsegel teurere , Vorsegel verschleissende, mit schlecht stehender halb gereffter Genua krängungsfördernde, weniger Höhe laufende , mannschaftsquälende, antiquierte IOR-Modetakelung.
Allen anderen mit 7/8 beglückwünsche ich zu ihrem einfacherem, effektiverem, sichererem und günstigerem Segeln.

pogo

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Hast Du mit "unbelehrbar" evtl. doch recht ? Wink

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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 19:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich wäre dankbar, wenn man nachstehenden Beitrag in doe Diskussion einbeziehen könnte.
http://www.ibn-online.de/tipps/mastbruch.html

Ich dank euch.

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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 20:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wir reden hier von 24/25' (hier sind die Profile in der Regel im Verhältnis zur Belastung nicht extrem) und ich selbst kenne niemanden, dessen 7/8 bei dieser Bootsgröße unter normalen Tourenbedingungen auf See seinen Geist aufgegeben hat.

Aber (wenngleich nicht repräsentativ): Die Kollegen, von denen ich persönlich von einem Mastbruch bei normalen (= also nicht bei extremen Regatta-) Riggs weiß, hatten alle eine Topptakelung, mit vorderen Unterwanten...
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nixxe




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BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 08:17    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Seefahrttradition ist 7/8 und Co. Damals natürlich mit Gaffeln. Die Topps hatten ihre Zeit.
Der allereinzige Vorteil für mich war, dass der Baum auf einem Kleinkreuzer über der Sprayhood endete, und niemand ihn an den Kopf bekam.

Die Seetüchtigkeit dieser "Klassiker" rührt mE nicht vom Rigg her, sondern von dem schweren, stabilen GfK, vom (zu) kleinen gedrungenen, (unbequem-)hochsüll-umgebenen Cockpit her. Wenn man drinnen unten sitzt, sieht man nixx, und oben auf der Kante kann man gar nicht sitzen, oder nur unter Schmerzen. Schmal (nur in der Mitte die IOR Beule), geht gut durch Starkwindwelle, am Wind, vorm Wind = Qual. Nasses Segeln. Und bei leichter Sommerbrise lahm....
Ausnahmen gibt es, klar.

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